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6.2.2012 : 22:30 : +0100


Produktion von Brillengläsern

Begleiten Sie ein Brillenglas auf dem Weg durch die Fabrik bis zu uns am Beispiel der Firma Rodenstock, die unser Hauptlieferant für Brillengläser ist:

Am Anfang steht unsere Glasbestellung, die wir mit Datenfernübertragung an Rodenstock übermitteln. Dort kann durch die EDV jederzeit festgestellt werden, in welcher Produktionsstufe sich das Brillenglas gerade befindet.

Zu Beginn der Verarbeitung steht der Brillenglasrohling. Aus den Rezeptwerten, die wir Rodenstock liefern, werden die genauen Schleifkurven und die Dicke des Glases errechnet. Auf dem Brillenglasrohling werden die optischen Bezugspunkte markiert, er wird zum Schutz lackiert oder mit Folie beklebt, und es wird eine paßgenaue Halterung für die weiteren Arbeitsgänge aufgegossen.

Der Brillenglasrohling geht einen langen und komplizierten Weg durch die Fertigung. Mit Hilfe moderner Maschinen wird der Rohling gefräst, geschliffen, poliert - und immer wieder kontrolliert.

Wurden alle Arbeiten sorgfältig ausgeführt, kann die aufgegossene Halterung entfernt werden. Nach der Reinigung in einer Ultraschallanlage ist das Brillenglas fertig.

Aber es verläßt die Produktion noch lange nicht. Denn fast alle Brillengläser werden weiterveredelt. Mit dem Färben, Härten und Aufbringen reflexmindernder Schichten folgen anspruchsvolle und zeitintensive Verfahren. Dazu hat Rodenstock eigene Technologien entwickelt, die die Firma unabhängig und überlegen macht.

Eine Vielzahl von Arbeitsprozessen ist erforderlich, um die gewünschte Oberflächenqualität zu erzielen. Schließlich will der Brillenträger nicht nur gut aussehen, sondern auch gut sehen.

Langsam geht der Weg des Brillenglases durch die Fertigung zu Ende. Eine letzte Kontrolle entscheidet über die Freigabe. Im Versand wird nun der entsprechende Lieferschein zusortiert, und das Brillenglas verläßt die Fabrik.

Mit einem Nachtbotendienst werden uns die Brillengläser zugestellt.

Bei uns in den Geschäften werden die Brillengläser den jeweiligen Aufträgen zugeordnet und kontrolliert.

Dann werden die erforderlichen Zentrierdaten, das sind die Daten die sich aus dem Augenabstand des Kunden und den Maßen der Brillenfassung ergeben, auf das Brillenglas übertragen.

In einem nächsten Schritt wird auf das Brillenglas eine Halterung aufgeklebt. Sie ermöglicht es, daß das Brillenglas zur weiteren Bearbeitung durch uns in eine Schleifmaschine eingespannt werden kann.

Jetzt werden die Brillengläser in der Schleifmaschine "formgerandet", das heißt: Die Gläser werden in die Brillenfassung spannungsfrei eingeschliffen.

Randlose Brillen werden mit den notwendigen 2 - 8 Bohrungen und Kerbungen versehen und ebenfalls spannungsfrei zusammengeschraubt.

Sind die Brillengläser in der Brillenfassung eingepaßt, so wird die fertige Brille im Ultraschallbad gereinigt und ein letztes Mal kontrolliert.

Sind alle Kontrollen positiv abgeschlossen, ist die Brille jetzt abgabefertig und der Kunde kann informiert werden, daß seine Brille fertig ist.